Konkrete Tipps für Berufseinsteiger

Vier Versicherungen als gute Basis!

Im August 2018 starteten – wie jedes Jahr – in vielen Unternehmen junge, lernwillige und motivierte Auszubildende. Auch in Ihrer Volksbank begann eine junge Frau, Nele Meyer, ihre „Banklehre“. Als Carina Brune, Kundenberaterin, im Jahr 2004 ihre eigene Ausbildung bei der Volksbank begann, war sie ganz euphorisch. „Das war so ein bisschen wie mit dem Führerschein und dem ersten Auto. Ich fühlte mich freier. Während mich das Auto räumlich unabhängig machte, stand ich mit dem ersten Gehalt nun endlich auch finanziell auf eigenen Beinen. Der Einstieg ins Berufsleben brachte mehr Freiheit, forderte aber auch mehr Eigeninitiative“, berichtet Carina Brune.

Carina Brune, Kundenberaterin (rechts), informiert die Auszubildende Nele Meyer über wichtige Versicherungen für Berufseinsteiger.

Mit dem Eintritt ins Berufsleben müssen junge Menschen sich selbst versichern. Bis dahin sind die meisten gegen Krankheit oder Unfälle über ihre Eltern mitversichert. „Gerade am Anfang des Berufslebens ist oftmals ein spezieller Versicherungsschutz notwendig. Sich richtig zu versichern ist gar nicht so schwer, wenn zwei Regeln beherzigt werden“, erläutert Carina Brune, die heute selbst Auszubildende betreut.

Sie empfiehlt den jungen Azubis: „Sichern Sie sich mindestens gegen existenzbedrohende Gefahren ab und verlassen Sie sich niemals nur auf die staatlichen Systeme, denn während der ersten Jahre Ihrer Berufstätigkeit haben Sie dort so gut wie gar keinen Schutz.“

„Vier Versicherungen sind dabei existenziell“, sagt Carina Brune. Das sind die Krankenversicherung, eine private Haftpflichtversicherung sowie eine Unfall- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung.  

Eine Krankenversicherung muss in Deutschland jeder haben. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Wer bei Berufsanfang ein Angestelltenverhältnis eingeht, ist in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, sofern sein Jahreseinkommen geringer als 57.600 Euro ist. Der Wechsel in eine private Krankenversicherung ist nur möglich, wenn das jährliche Bruttoeinkommen über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegt. Aber auch, wenn das nicht der Fall ist, können zumindest teilweise die Leistungen einer Privatversicherung in Anspruch genommen werden: über eine private Krankenzusatzversicherung.

Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe

„Wenn man sich nur mal versehentlich auf die Brille des Freundes setzt, ist man froh, wenn zur Schadenregulierung die private Haftpflichtversicherung einspringt“, sagt Carina Brune, „und dabei war das nur ein Sachschaden.“ Bei Personenschäden kann die Haftung schnell in die Hunderttausende oder in die Millionen gehen. Eine gute Versicherung ist bereits für unter 100 Euro im Jahr zu haben, falls kein Versicherungsschutz über die Eltern besteht. Bei  der Auswahl sollten Berufsanfänger darauf achten, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist. „Die Versicherungssumme sollte bei mindestens drei Millionen liegen. Besser noch fünf Millionen Euro“, so die Empfehlung Ihrer Volksbank.

Absicherung bei Haushalts- und Freizeitunfällen

Ein Sturz mit dem Fahrrad oder ein unbedachter Schnitt mit dem Küchenmesser: Fast zwei Drittel aller Unfälle passieren außerhalb der Arbeitszeit. Eine Unfallversicherung sichert Sie finanziell ab – auch dann, wenn der gesetzliche Schutz nicht greift und kein ausreichender Schutz über die Eltern besteht.

Mit einer privaten Unfallversicherung ergänzen Sie die gesetzliche Absicherung. Denn darin sind nur Unfälle abgedeckt, die auf dem Weg zur Arbeit, bei der Arbeit oder auf dem Weg nach Hause geschehen. Selbst dann ist der gesetzliche Schutz nicht immer ausreichend. Bei schweren Unfällen können große finanzielle Belastungen auf Sie zukommen. Mit einer Unfallversicherung sind Sie für den Ernstfall gewappnet, denn hier können individuelle Invaliditätszahlungen sowie Unfallrenten vereinbart werden.

Private Vorsorge für die Berufsunfähigkeit

Die dritte Versicherung, die jeder Berufsanfänger haben sollte, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sorgt für den Unterhalt, falls ein Berufstätiger so schwer erkrankt ist, dass er nicht mehr arbeiten kann. Das kann eine körperliche Erkrankung sein in Folge eines Unfalls oder eine psychische Erkrankung wie eine Depression.

Zwar bekommen Berufsunfähige auch vom Staat eine Erwerbsminderungsrente. Diese liegt jedoch bei nur rund 33 Prozent vom Bruttoeinkommen und reicht für den Lebensunterhalt meist nicht aus. Und selbst auf diese Leistung haben Berufsanfänger keinen Anspruch. Denn für einen Anspruch auf Frührente muss man mindestens 60 Monate lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben. Wer bei Berufsunfähigkeit nicht auf den Großteil seines Einkommens verzichten möchte und den Gang zum Sozialamt meiden will, sollte also unbedingt private Vorsorge treffen.

Die Rentenlücke schließen

Arbeitnehmer zahlen zwangsweise Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Doch die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen, um das spätere Auskommen zu gewährleisten. „Wir zahlen unseren Beschäftigten 40 Euro monatlich an Vermögenswirksamen Leistungen“, erklärt Carina Brune. „Das sollte man nicht unterschätzen. Im Laufe der Jahre kann sich da ganz schön was ansammeln.“ Bei geringerem Einkommen – wie dem von Auszubildenden – gibt es sogar noch etwas vom Staat hinzu. Beschäftigte, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 17.900 Euro (Ledige) beziehungsweise 35.800 Euro (verheiratete) liegt haben Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage.

Außerdem sollten sich Azubis bei ihrem Chef erkundigen, ob der Betrieb Sparmaßnahmen fördert. „Wenn es eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge gibt, sollte man diese unbedingt abschließen“, empfiehlt Carina Brune. Die Beiträge werden in der Regel direkt vom Lohn einbehalten.

Die beste Idee ist es, einfach mal bei Ihrem freundlichen Team der Volksbank-Kundenberater vorbei zu schauen und einen Beratungstermin nutzen!

Dies kostet nichts und man erhält wichtige Unterstützung bei dem Start ins Berufsleben!

 

Vereinbaren Sie doch gleich einen Beratungstermin: