Industrie 4.0

Geldanlage in einem Megatrend

Im Gespräch mit Nadine Stemann

Investieren in Unternehmen, die die Digitalisierung und Automatisierung der Industrie vorantreiben – wie geht das? Aus den vielen Unternehmen solche mit profitablen und krisenfesten Geschäftsmodellen herauszufiltern ist Aufgabe der Manager von Investmentfonds. Damit können auch private Anleger vom Megatrend Industrie 4.0 profitieren.

Die Aktienmärkte weltweit haben sich seit dem massiven Einbruch im Frühjahr stark erholt. US-Tech-Werte führen trotz einer zwischenzeitlichen Korrektur die Spitze der Gewinner an. „Das liegt vor allem an den guten und krisenfesten Geschäftsmodellen“, informiert Nadine Stemann, Betreuerin vermögende Privatkunden und Vorsorgespezialistin bei der Volksbank Wickede (Ruhr) eG, und erklärt weiter: „Die sogenannte vierte industrielle Revolution, auch mit dem Schlagwort Industrie 4.0 bezeichnet, ist ein Megatrend. Daran hat auch die Corona-Pandemie nichts geändert. Sie funktioniert hier sogar als Trendbeschleuniger.“

Denn unsere Lebens- und Arbeitswelt verändert sich, und das so schnell wie nie zuvor. Nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Automatisierung steht unter dem Schlagwort Industrie 4.0 seit einigen Jahren die nächste Ausbaustufe im weltweiten Wirtschaftskreislauf an. Dafür werden von immer mehr Geräten – vom Smartphone bis zum Industrieroboter – Nutzungsinformationen erfasst („Big Data“), in Computernetzwerke eingespeist und ausgewertet. Mithilfe dieser neuen technischen Möglichkeiten können Unternehmen Produktionskreisläufe effizienter gestalten, bis hin zu Fabriken, die sich dank intelligenter Prozesse ohne große Eingriffe durch Menschen selbst steuern. Zugleich entstehen neue Geschäftsideen und Anwendungsgebiete wie etwa das autonome Fahren.

Auch bei Geldanlagen interessant

Von diesem Megatrend können auch Kleinst-Anleger profitieren. Es gibt spezielle Geldanlagen, wie etwa Investmentfonds, die diese Chancen zu nutzen versuchen. Sie setzen auf Investitionen in Unternehmen, die Industrie 4.0 mit Innovationskraft und eigenen Entwicklungen antreiben, daraus Gewinne erzielen und somit Anlegern entsprechende Ertragschancen bieten können. Wichtig ist, dass Anleger die Risiken solcher Geldanlagen kennen, wie etwa das Risiko marktbedingter Kursschwankungen und das Ertragsrisiko.

Angesichts der Vielzahl von Unternehmen ist es bei solchen Investmentfonds entscheidend, zukunftsträchtige Ideen von kurzlebigen Geschäftsmodellen zu unterscheiden. Dafür nehmen die Fondsmanager potenzielle Unternehmen genau unter die Lupe. Nadine Stemann erklärt: „Um das Kurspotenzial zu ermitteln, analysieren sie intensiv das Geschäftsmodell, die Wettbewerbsposition, den Aktienkurs und eine Vielzahl weiterer Faktoren und Kennzahlen und sprechen mit Unternehmenslenkern.“ Erst dann entscheiden sie, ob eine Aktie in den Fonds aufgenommen wird oder nicht.

Solche Geldanlagen sind eine gute Chance für Anleger, von einem Zukunftstrend zu profitieren. Gleichwohl gehört eine gewisse Risikobereitschaft dazu. So ist durch die Fokussierung des Aktienportfolios eine geringe Risikostreuung und damit eine höhere Wertschwankung als bei einem Standard-Aktienfonds möglich. Daneben sollten potenzielle Anleger ihr Kapital längere Zeit nicht benötigen; konkret sollten sie erfahrungsgemäß mindestens sieben Jahre in solchen Geldanlagen investiert sein. Die Betreuerin vermögende Privatkunden empfiehlt dazu eine persönliche Beratung, die in der Volksbank Wickede (Ruhr) eG, aber auch gern per Telefon oder Video stattfinden kann.

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